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Success Story: Software unterstützt das Lieferantenmanagement im Kernkraftwerk

Hinter den Kulissen: Wenn Sicherheit an erster Stelle steht

Am Schweizer Ufer des Rheins liegt das Kernkraftwerk Leibstadt (KKL): Hier an der Grenze zu Deutschland produziert es seit über 30 Jahren rund ein Sechstel des in der Schweiz verbrauchten Stroms – für mehr als zwei Millionen Haushalte jeden Tag. Bei allen betrieblichen Abläufen steht die Sicherheit im Kernkraftwerk an erster Stelle. Das gilt auch im Umgang mit hochspezialisierten Lieferanten: Mit Simmeth System wurde das Lieferantenmanagement auf eine neue Plattform gestellt.

Von den fünf Schweizer Kernkraftwerken ist Leibstadt das leistungsstärkste. Über 500 Mitarbeitende, mehrheitlich aus der Schweiz und Deutschland, sind hier beschäftigt. Das KKL beauftragt Lieferanten aus der ganzen Welt. Die Ansprüche an die Zusammenarbeit sind hoch: „Jegliche Fremdleistung, ob Material oder Dienstleistung, kann Einfluss auf die Sicherheit und Verfügbarkeit der Anlage haben. „Daher ist es eine Kernaufgabe, Partnerschaften mit Lieferanten beständig zu optimieren und langjährig zu pflegen“, betont Andreas Ketterer, Leiter Einkauf der Kernkraftwerk Leibstadt AG.

Gemeinsam mit den Software-Spezialisten der deutschen Simmeth System GmbH installierten die Schweizer ein umfassendes Lieferantenmanagement. Das System erfasst sämtliche Aktivitäten des Unternehmens im Umgang mit seinen Lieferanten – von der Selektion und Qualifizierung über Bewertung und Klassifizierung bis hin zur Lieferantenentwicklung. Die Tools schaffen neue Schnittstellen im Informationsfluss und strukturieren den Austausch zwischen Einkauf, Fachabteilungen und Lieferanten.

„Ohne Dialog und Feedback wäre die Zusammenarbeit mit unseren Lieferanten nicht möglich“ erläutert Ketterer. Daher werden die klassischen Dialog-Bausteine seit Jahren praktiziert. Mit Simmeth schafft das Kernkraftwerk dazu neue technische Strukturen. Durch die Kombination von moderner Web-Technologie mit flexibler Software-Architektur werden die Abläufe schneller, die Beurteilungen präziser.

„Wo andere an ihre Grenzen stoßen, entwickeln wir gemeinsam mit unseren Kunden individuelle Lösungen. Unsere Software-Module werden passgenau auf den Bedarf abgestimmt, so erzielen wir eine echte Optimierung“, erläutert Markus Simmeth. Im gesamten deutschsprachigen Raum nimmt die Simmeth System GmbH mit ihrem Lieferantenmanagement eine Vorreiterrolle ein.

„Wir profitieren  von einer Analytik, die es uns erlaubt, Bewertungen zu verdichten, Lieferanten gezielter zu beurteilen und zu entwickeln und uns noch schneller und stärker im Detail zu informieren“, resümiert der Leiter Einkauf Andreas Ketterer.

Success Story: Stadwerke Ulm Einkaufscontrolling

Vom Kugelschreiber bis zum Kraftwerk: Strategischer Einkauf mit Kennzahlen

Ulm. In der Ulmer Karlstraße 1 schlägt das Herz der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm. Zehn Mitarbeiter des Einkaufs bewegen hier mit rund 13.000 Bestellungen im Jahr ein Einkaufsvolumen von bis zu 100 Millionen Euro. Um alle Prozesse fest im Griff zu behalten, nutzen die Stadtwerke jetzt eine innovative Softwarelösung, die tagesaktuell strategische Einkaufskennzahlen liefert

Wie die Stadtwerke Ulm dies mit den Lösungen der Simmeth System GmbH umgesetzt hat, lesen Sie in folgender Success Story:

Als Serviceabteilung verantwortet der Einkauf bei den Stadtwerken Ulm/Neu-Ulm (SWU) mehr Aufgaben als in vergleichbar großen Unternehmen: Er ist zuständig für die Muttergesellschaft sowie für die Töchter „Energie“, „Netze“, „Verkehr“ und „TeleNet“. „Bei uns gehen die Bestellungen für alles über den Tisch, was gebraucht wird: Vom Kugelschreiber über die Straßenbahn bis hin zum Blockheizkraftwerk“, schildert Michael Klinck, Leiter Einkauf, Materialwirtschaft und Gebäudemanagement.

Die Daten diverser Systeme fließen zusammen

Daher stammen die relevanten Daten aus mehr als einem Dutzend verschiedener Systeme. Sie alle laufen in der neuen Softwarelösung zusammen: Im Bereich Kennzahlen ist die Simmeth System GmbH der Software-Spezialist und von Süddeutschland aus bundesweit tätig für kommunale Unternehmen, Mittelständler sowie namhafte Global Player. Der sogenannte „KPI-Monitor“ errechnet tagesaktuell Kennzahlen für die operative Prozesssteuerung – KPI steht für „Key Performance Indicator“ – wie z.B. die Termintreue, die Rahmenvertrags- und Reklamationsquote.  So kann der Einkaufsleiter der SWU mögliche Abweichungen von den unternehmenseigenen Vorgaben frühzeitig erkennen und gezielt gegensteuern: „Mit Hilfe der Prozess-Kennzahlen kann ich überprüfen: Wie schnell und effektiv sind wir im Einkauf? Lösen wir die Probleme in der vorgegebenen Zeit?“ 

Mit Indikator die Rahmenvertragsquote gesteigert

So habe er die Rahmenvertragsquote, ein Indikator für automatisierte und kostengünstigere Bestellungen, in einem Bereich von 20 auf 40 Prozent und in einem anderen Bereich sogar um bis zu 70 Prozent steigern können. Leuchtende Ampel-Symbole zeigen im Cockpit des KPI-Monitors eindeutig und farbig an, was gut läuft und wo Probleme bestehen. Dieses visuelle System habe man auch für die Managementberichte übernommen, so Klinck. Aus ausgewählten Reporting-Kennzahlen erstellt das System Berichte, die einen Empfängerkreis aus dem Management monatlich über die Leistung des Einkaufs informieren und damit für Transparenz im Unternehmen sorgen. Was früher extrem zeitaufwendig manuell zusammengestellt werden musste, funktioniert mit der neuen Software jetzt vollautomatisch. „Dank des Ampel-Systems weiß der jeweilige Manager sofort, worauf er besonders achten muss. Auch hier sparen wir kostbare Zeit und damit Ressourcen, die unser Führungsteam an anderer Stelle einsetzen kann.“

Aufsplittung in Prozess- und Reporting-Kennzahlen 

Durch die Aufsplittung in Prozess- und Reporting-Kennzahlen können die Stadtwerke von zwei unterschiedlichen Blickpunkten auf den Einkauf schauen, wobei verlässlich dieselben Daten zu Grunde liegen. „Wir profitieren von der besonderen Flexibilität der Simmeth-Software: Sie wurde genau unseren Wünschen angepasst; wir können auch nachträgliche Anpassungen jederzeit umsetzen“, so der Einkaufsleiter der Stadtwerke Ulm/Neu-Ulm.  Die vielschichtigen Leistungen der Stadtwerke reichen von der lokalen Energie- und Wasserversorgung über die Versorgung mit Nahverkehr bis zur Bereitstellung von Telekommunikation. Deutschlandweit repräsentieren 1.400 kommunale Unternehmen diesen wichtigen Teil der Versorgerbranche.

Success Story: NürnbergMesse Lieferantenmanagement

Das jährliche Einkaufsvolumen bestmöglich einsetzen

http://www.nuernbergmesse.de/Die NürnbergMesse realisiert jedes Jahr 120 nationale und internationale Fachmessen und Kongresse mit 30.000 Ausstellern und bis zu 1,4 Millionen Besuchern. "Wir möchten die partnerschaftlichen Beziehungen zu unseren Lieferanten weiterentwickeln, ihre Leistung systematisch beurteilen und optimieren", betont Heiko Menn, Senior Manager Zentraleinkauf.

Wo früher zeitintensiv ein Excel-Fragebogen ausgefüllt und die Daten mühsam ausgewertet werden mussten, reichen heute einige Klicks. Wie die NürnbergMesse dies mit den Lösungen der Simmeth System GmbH umgesetzt hat, lesen Sie in folgender Success Story:

Seit über einem Jahr laufen die Bauarbeiten auf dem Gelände der NürnbergMesse: Handwerker, Arbeiter und Ingenieure sind seit August 2012 im Einsatz, die 37 Millionen Euro teure neue Halle soll in nur 18 Monaten Bauzeit fertig werden. Für die rund 25 am Bau beteiligten Unternehmen ist das Projekt dann abgeschlossen; die Beziehung zur NürnbergMesse Group bleibt jedoch bestehen.

"Wir möchten die partnerschaftlichen Beziehungen zu unseren Lieferanten weiterentwickeln, ihre Leistung systematisch beurteilen und optimieren", betont Heiko Menn, Senior Manager Zentraleinkauf. "Nach Abschluss der Bauphase werden alle beteiligten Lieferanten Baustellen-bezogen bewertet."

Das innovative Bewertungssystem haben die Software-Spezialisten der Simmeth System GmbH in den vergangenen drei Jahren eingeführt. "Schließlich bewegen wir ein jährliches Einkaufsvolumen von rund 90 Millionen Euro", erläutert Rainer Großl, Leiter Zentraleinkauf. "Geld, das bestmöglich eingesetzt werden soll."

236 Nutzer bewerten die Top-100-Lieferanten
Derzeit haben insgesamt 236 Nutzer Zugriff auf die Software, den sogenannten "Supply Monitor": Hier bewerten die verantwortlichen Fachbereiche der NürnbergMesse regelmäßig ihre Top-100-Lieferanten. Drei Warengruppen wurden bislang ins Lieferantenmanagement aufgenommen: Hierzu zählen das Facility-Management mit Dienstleistungen wie Reinigung und Heizungsbau, Service-Partner wie z.B. Standbauer sowie die Marketing-Leistungen.
"Das umfassende Bewertungssystem liefert uns aktuelle Auswertungen auf Knopfdruck. So können wir jederzeit wertvolle Rückschlüsse auf die Performance unserer Lieferanten ziehen", erläutert der Projektleiter Heiko Menn. Maßnahmen zur Verbesserung werden ebenso wie gemeinsame Ziele dann in jährlich stattfindenden Entwicklungsgesprächen vereinbart.
Lieferanten wollen wissen, wie sie im Wettbewerb positioniert sind
"Das Feedback unserer bewerteten Lieferanten ist durchweg positiv: Sie möchten über ihre Bewertung informiert werden und profitieren von Vergleichsdaten, die ihnen zeigen, wie sie im Wettbewerb positioniert sind", schildert Menn.
Die hohe Akzeptanz zeige sich auch anhand der Kommentarfunktion, die die Bewerter seit Einführung der neuen Plattform verstärkt nutzen. "Heute enthalten etwa 25 Prozent der Bewertungen ausführliche Kommentare. Das ist im Vergleich zu ehemals drei Prozent eine enorme Steigerung", berichtet Menn.
Wo früher zeitintensiv ein Excel-Fragebogen ausgefüllt und die Daten mühsam ausgewertet werden mussten, reichen heute einige Klicks: Die Fachbereiche erhalten eine Einladungsmail, loggen sich ein und bewerten ihre Partner. Sie profitieren von der einfachen Bedienbarkeit, der Einkauf von der automatischen und selbsterklärenden Auswertung der Ergebnisse.
Beurteilungen werden präziser, Abläufe schneller
Das System zeichnet sich durch die Kombination moderner Web-Technologie mit flexibler Software-Architektur aus: "Abläufe werden schneller, Beurteilungen präziser. Die Software-Module sind passgenau auf den Bedarf der NürnbergMesse abgestimmt", erläutert Markus Simmeth, dessen Simmeth System GmbH im deutschsprachigen Raum mit ihrem Lieferantenmanagement eine Vorreiterrolle einnimmt.
Schon viele Male habe die NürnbergMesse Group von der Flexibilität des Systems profitiert, schildert Heiko Menn: "Wenn wir z.B. Anregungen haben, wie man das System verbessern könnte, werden diese schnell und flexibel umgesetzt. Und das, ohne riesige Kosten zu verursachen." In Zukunft wollen die Einkäufer weitere Warengruppen in die Bewertung aufnehmen und den Fokus stärker auf die Entwicklung ihrer Lieferanten und Vertriebspartner legen, die in rund 100 Ländern aktiv sind.
Immerhin realisiert die NürnbergMesse jedes Jahr 120 nationale und internationale Fachmessen und Kongresse mit 30.000 Ausstellern und bis zu 1,4 Millionen Besuchern. Die internationale Spielwarenmesse soll im Februar 2014 schon in der neuen Halle stattfinden. Nach Plänen des renommierten Londoner Architekturbüros "Zaha Hadid Architects" bietet die neue Messehalle 3A 9.000 Quadratmeter und optimierte Energieeffizienz. Dann ist das Gelände mit insgesamt 170.000 qm fast so groß wie die Messen Stuttgart und Hamburg zusammen.

Success Story: Zukunftsfähigkeit sichern - Bestände optimieren

SIBA GmbH produziert Sicherungen für die weltweite Industrie

Die SIBA GmbH in Lünen optimiert Ihre Lagerbestände mit dem Inventory-Manager und schafft Transparenz in der Fertigungssteuerung mit dem KPI-Monitor. Lesen Sie die Success Story.

Lünen/Ruhrgebiet. Namhafte Unternehmen auf der ganzen Welt beliefert die SIBA GmbH mit Schmelzsicherungen für die Industrie, die der Mittelständler ausschließlich in Deutschland entwickelt und produziert – in Lünen am Rand des Ruhrgebiets. Um den Produktionsstandort Deutschland zu halten und für die Zukunft aufzustellen, optimiert das Unternehmen jetzt mit Software-Lösungen von Simmeth System sein Bestandsmanagement.

„Im globalen Wettbewerb müssen wir mit höchster Qualität, vor allem aber auch mit Schnelligkeit und Zuverlässigkeit überzeugen“, betont Werner Barz. Er ist Leiter der Produktion und Produktionsplanung: Seine Sicherungen werden vom Fertigwaren- und Einzelteillager in Lünen über zwölf internationale Vertriebsniederlassungen in die ganze Welt distribuiert.

Zehntausende Sicherungen sind heute „just in time“ lieferbar. Das ist für die Kunden des seit 67 Jahren bestehenden Unternehmens unverzichtbar: Sobald die Sicherung in einer Anlage oder Maschine schaltet, ist schneller Ersatz gefragt, damit z.B. der Produktionsfluss nicht gestört wird. „Die richtigen Produkte müssen in ausreichender Stückzahl ab Lager verfügbar sein“, lautet die Zielsetzung.

Den Lagerbestand optimiert jetzt eine Software der Simmeth System GmbH, der sogenannte „Inventory-Manager“. Seit der Einführung findet im Lager eine Umverteilung statt: Neue Bestände werden aufgebaut, Überbestände erkannt und abverkauft. Das System errechnet automatisch, für welche Produkte eher kurz- oder langfristige Bedarfe erwartet werden.

„Wir wollen langfristig wettbewerbsfähig sein“

„Wo kurzfristig Bedarf besteht, müssen wir mehr und zum Teil auch hochpreisige Produkte lagern. Sicherungen, die hingegen nicht sofort benötigt werden, gehören nicht mehr in den Lagerbestand und werden erst auf Bestellung produziert“, erläutert Werner Barz. „Bloße Einsparungen waren nicht unser Ziel. Die Bestandsoptimierung ist ausgerichtet auf Nachhaltigkeit. Wir wollen langfristig wettbewerbsfähig sein.“

Jede Nacht greift das System auf die rechnergesteuerte Lagerverwaltung zu; die Auswertung erfolgt tagesaktuell. „So kann SIBA frühzeitig auf Marktschwankungen reagieren und Trends erkennen“, erläutert Andreas Schwarz, Projektleiter beim Software-Entwickler Simmeth. Der Lösung liegt eine Segmentierung des Produktspektrums nach Verfügbarkeits- und Bestandsrisiko zu Grunde, die gemeinsam mit dem Kunden erarbeitet wird: „Dann legen wir die Bevorratungsstufen und Planungsverfahren fest und die Software berechnet die optimalen Verfügbarkeiten und Sicherheitsbestände.“ Auch nach Einführung des Systems können die festgelegten Kennzahlen flexibel angepasst werden.

Die ersten Fertigungsbereiche der SIBA GmbH, die in Deutschland 330 Mitarbeiter beschäftigt, sind bereits auf die neue Software umgestellt. Das Zwischenfazit: „Wir erleben eine Bestandsverschiebung, die Bestände passen heute viel besser. Mit diesem Ergebnis und dem tagesaktuellen Zahlenmaterial können wir auch den Vertrieb überzeugen“, berichtet Werner Barz.

Während die Bestandsoptimierung vorwiegend im Hintergrund läuft, wirkt eine zweite von Simmeth entwickelte Software umso prominenter: Wer in Lünen durch die Produktionshallen schreitet, entdeckt kaum einen Computer-Bildschirm ohne den sogenannten „KPI-Monitor“. Mit leuchtenden Ampeln zeigt dieser auf einen Blick die Kapazität und Auslastung in der Fertigung.

Alle Fertigungsplaner und Meister vor Ort können mit wenigen Klicks sehen, wie sich die Fertigung in den nächsten Wochen entwickelt und so Kapazitäten frühzeitig planen und Personal dort einsetzen, wo Bedarfe entstehen. Die für die Berechnung notwendigen Kennzahlen zieht sich die Software aktuell aus dem ERP-System des Hauses. „Die Software ist intuitiv bedienbar und bietet eine hervorragende Übersicht. Wir wollten keinen Zahlen-Wald, den jeder anders interpretiert!“, so der Produktionsleiter. Dank der neuen Software-Lösungen könne man heute flexibel reagieren – auf die kurzfristigen Anforderungen der Kunden ebenso wie auf die langfristige Entwicklung des Marktes: „Das ist ein enormer Wettbewerbsfaktor!“

Success Story: „Die Prozessvereinfacher“: Den Einkauf mit automatisierten Reportings dynamisieren

Vom Teebeutel für die Kantine bis zum Fotoshooting in New York

Lohmar. Unweit des Flughafens Köln hat ein Pionier elektronischer Beschaffung seinen Sitz: Die Procurement Services GmbH (PSG) verleiht hier pro Jahr rund 180.000 operativen Einkaufsleistungen Flügel. Die Menge und Komplexität der Prozesse wurde für die 60-köpfige Mannschaft zur Herausforderung: Das monatliche Reporting forderte immer mehr Zeit, wichtige Schlüsselpositionen wurden von der Datenflut förmlich blockiert. Jetzt liefert ein innovatives Tool alle Kennzahlen und Berichte vollautomatisch – und das täglich.

Nur zwei Monate benötigte die innovative Lösung der Simmeth System GmbH, um aktiv zu werden und die blockierten Kapazitäten dauerhaft freizuschaufeln. Allmorgendlich um sieben Uhr melden sich nun die Kennzahlen zur Stelle und leuchten als Ampelsignal auf. „Grün" zeigt auf den ersten Blick: Ist und Soll stimmen überein.

Bis dahin waren die Daten von Auftragseingang über Bestellung bis Rechnungslegung manuell aus ihren verschiedenen Systemen zu extrahieren und mussten aufwändig zusammengeführt werden.

Vorher: Die Datenflut blockierte Ressourcen

„Das belegte zunehmend mehr Arbeitszeit, kostete wichtige Ressourcen und beinhaltete zudem das Risiko möglicher Übertragungsfehler", fasst Sebastian Jung zusammen. Dem Leiter Controlling und Prozesse bei PSG war klar: „So konnte es nicht bleiben. Wir standen vor der Herausforderung, die Vielzahl von Daten aus den unterschiedlichen Systemen in eine Form zu bringen." Und dies für die Beschaffungsdienstleistungen von immerhin über 200 Kunden.

Seit 1991 bietet die PSG mit dem Betrieb moderner Bestell-Plattformen das Einkaufsmanagement bis hin zum Business-Process-Outsourcing ganzer Warengruppen. „Ob C-Teile wie Schrauben und Muttern, Teebeutel für die Kantine oder ein Fotoshooting in New York: Wer über unsere Kataloge bestellt oder unsere Sonderbeschaffung nutzt, erhält einfach alles, was den Laden am Laufen hält", erläutert Jung.

„Für unsere Kunden wie BASF, Deutsche Telekom, Infineon oder die Dorma-Gruppe sind wir die Prozessvereinfacher", heißt es bei PSG. Genau darauf wollte man sich nun auch im eigenen Betrieb fokussieren. Das Ziel: Den Einkauf durch Automation der Reportings dynamisieren. Die Lösung brachte der „KPI-Monitor" aus dem Hause Simmeth.

Kompetenz der Spezialisten: Die relevanten Daten finden  

Der Software-Spezialist aus dem bayerischen Burghausen ist im gesamten deutschsprachigen Raum für kommunale Unternehmen, Mittelständler und namhafte Global Player tätig. Der von ihm entwickelte KPI-Monitor – kurz für „Key Performance Indicator" – errechnet tagesaktuell die wesentlichen Kennzahlen für die operative Prozesssteuerung und visualisiert sie übersichtlich mit dem „Report Generator", der die vom Kunden vorgegebene Berichtsstruktur automatisch erstellt und verteilt.

„Unsere besondere Kompetenz besteht darin, die relevanten Daten aus sämtlichen Systemen kontinuierlich zu suchen und zu finden", erläutert Andreas Schwarz, Senior IT-Consultant der Simmeth System GmbH und Projektleiter für die PSG. „Die Kennzahlen können so je nach Bedarf Kategorien bilden und z.B. Verkaufsergebnisse dann auch gesondert nach Vertriebswegen abbilden."  

Aktuell: Weniger Aufwand – Mehr Information  

Die Reports zeigen mit aussagekräftigen Grafiken, Tabellen und Ampelsymbolen transparent auf, wo etwas gut läuft oder wo Probleme bestehen. In der ebenso pragmatischen wie innovativen Softwarelösung laufen alle Informationen aus den verschiedenen Systemen pausenlos im Hintergrund zusammen, um tagesaktuell die Kennzahlen zu präsentieren.

„Durch die Automatisierung sind die Prozesse schlanker und die Repor-tings detaillierter, Fehlerquellen sind ausgemerzt und Kapazitäten frei geworden", freut sich Jung. „Speziell für unsere Anforderungen liefert das Programm zudem Auswertungsmöglichkeiten, die dynamisch angepasst werden können: Dort erhalten wir gezielte Informationen zu Kunden, Produkt- und Warengruppen – und das jederzeit auf Knopfdruck."  

Der nächste Schritt: „Vorteil an Kunden weitergeben"  

Nun, da die Prozesse erprobt und die Abläufe eingespielt sind, denkt man in Lohmar schon wieder einen Schritt weiter. „Aktuell erwägen wir, die neuen Vorteile direkt an unsere Kunden weiterzugeben", erläutert Jung. „Auch für sie könnten wir mit dem KPI-Monitor ihre jeweils relevanten Kennzahlen komfortabel aufbereiten und in einem Online-Cockpit zur Verfügung stellen. Daran arbeiten wir gerade und werden es noch in diesem Jahr den Kunden anbieten."

 

 

 

Lieferantenmanagement: Mit Kennzahlen die Ampel auf Grün stellen

Aus "Beschaffung aktuell", Mai 2013

Kennzahlen sind heute intensiv genutzte Instrumente zur Unternehmenssteuerung. „Früher hatte meist nur der Geschäftsführer oder Logistikleiter Zugang zu den Kennzahlen. Heute haben wir Kunden mit mehr als 100 Nutzern sogenannter Cockpits, von denen Kennzahlen eingesehen werden können“, sagt Markus Simmeth.

Der Software-Spezialist aus dem süddeutschen Burghausen hat die Entwicklung nicht nur begleitet, sondern mit geformt: Simmeth System GmbH bietet branchenübergreifend drei große Softwarebereiche mit Tools für Kennzahlen-, Bestands- und Lieferanten-Management; je nach Bedarf werden die Software-Module passgenau zusammengestellt und installiert.

Der Produktbereich „Lieferantenmanagement“ nimmt in dem Unternehmen im gesamten deutschsprachigen Raum eine Vorreiterrolle ein: Aus der konkreten Fragestellung eines Automobilzulieferers entstand zunächst ein System zur Lieferantenbewertung. Die Software erfasst neben harten Fakten wie Qualität, Termin- und Mengentreue eines Lieferanten wichtige Bewertungskriterien wie Freundlichkeit und Einhaltung der Sicherheitsbestimmungen, die mit individuell gestaltbaren Fragebögen an den zuständigen Stellen erfasst werden.

„Dieses Bewertungs-Tool haben wir ausgebaut zum Lieferantenmanagement. Die Plattform bietet Informationen über jede Phase – von der Selektion und Qualifizierung über Bewertung und Klassifizierung bis hin zur Entwicklung der Lieferanten“, erläutert Simmeth. So kann der Einkauf z. B. per Suchfunktion alle verfügbaren Lieferanten eines Artikels aufspüren, die Bestellverläufe und ihre Bewertungen einsehen. In der Dokumentenverwaltung finden Einkäufer die hinterlegten Produkt- und ISO-Zertifikate, Genehmigungen, Reklamationen oder Beanstandungen aller Lieferanten.

Die zunehmend intensive Verwendung von Kennzahlen in Unternehmen geht mit der technischen Entwicklung Hand in Hand: Wo die IT-Spezialisten früher an 100 Rechnern eine Software installieren, warten und updaten

mussten, greifen heute sämtliche Nutzer per Browser auf webbasierte Systeme zu – zum Teil per Tablet-PC oder Smartphone.